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Monday, November 14. 2011
Navigation im Tierpark Berlin mit ... Posted by Thomas Moenkemeier
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Navigation im Tierpark Berlin mit OpenStreetMap und GPS
Für diesen Artikel, in dem ich mal ganz allgemein erklären möchte, wie man mit QGIS recht einfach Geodaten aus der OpenStreetMap auf Garmin GPS-Empfänger bekommt hätte ich auch "Quantum-GIS für Anfänger" als Überschrift nehmen können. Aber das klingt mir dann doch für die Zielgruppe zu technisch und damit abschreckend
QGIS ist freie Software und kann für Windows, Linux und Mac kostenlos heruntergeladen werden. Zumindest für Windows ist die Installation so einfach wie man das von üblichen Windows-Programmen so kennt. Ein praktisches Beispiel soll das Ganze praktisch nützlich verpacken. Die Vorgehensweise ist auch auf andere Aufgaben übertragbar, bei denen Punkte für ein Gebiet aus der OpenStreetMap gewonnen werden sollen. Kürzlich war ich mit einer Freundin und Kindern im Tierpark Berlin. Um Verwechslungen zu vermeiden, in Berlin gibts ja aus historischen Gründen alles zweimal: Nicht den Zoologischen Garten, sondern den im Ostteil der Hauptstadt. Man kann sich natürlich dort mit Wegweisern orientieren, allerdings müsste das mit dem GPS (in meinem Fall ein Garmin Oregano) eleganter gehen. Die notwendigen Daten scheinen in der OpenStreetMap schon enthalten zu sein, da waren einige Mapper offensichtlich fleißig. Damit gilt es "nur noch" die Daten abzuholen und zu konvertieren. Zunächst wählt man auf der OSM-Webseite das Zielgebiet aus und macht dann einen Export. Die Datei heißt map.osm und kann auch unter diesem Namen in einem neuen Verzeichnis gespeichert und dann mit QGIS und dem OpenStreetMap-Plugin geladen werden. QGIS erzeugt dann drei Layer: Punkt, Linie und Polygon. Die Linien brauchen wir nicht und werfen sie gleich wieder raus. Die verbleibenden Layer werden in ESRI-ArcGis-Shapes gespeichert, damit wir damit arbeiten können. Der Polygon-Layer braucht etwas Nachbearbeitung, denn als Polygon erfassten Gehege lassen sich so direkt nicht als Wegpunkt aufs Garmin spielen. Daher werden mit dem Geometrie-Werkzeug aus dem Vektor-Menü die Polygonschwerpunkte bestimmt und in einem neuen Layer gespeichert. Die beiden Punktlayer können dann geladen und zusammengeführt werden. Nicht nur wer kleine Kinder kennt weiß wie wichtig es ist zu wissen wo die Toiletten sind. Die haben aber keinen Namen (wozu auch). In der Attributtabelle kann man den nun automatisiert nachtragen. Mit der Suche wird nach "toilet" in Feld "tags" gesucht, dadurch werden die passenden Datensätze markiert und dann mit dem Feldrechner der Name ergänzt. Danach können alle Felder ohne Namen gelöscht werden. Dazu nach dem Namen sortieren, die ersten Datensätze markieren und im Bearbeitungsmodus den roten Löschknopf drücken. Nun müssen noch mit dem Plugin Table-Manager die Feldnamen der Tabelle korrigiert und überflüssige Felder gelöscht werden, dann ist die GPX-Datei fertig zum Abspeichern. Die fertige GPX-Datei kann entweder auf die Speicherkarte des Garmin in das GPX-Verzeichnis kopiert werden, wo auch die Pocket-Queries vom Geocaching sind oder mit dem Garmin POI-Loader als POI hochgeladen werden. Thursday, September 1. 2011Nix zu schwör
Gestern wusste ich noch nicht wie man das schreibt, heute bin ich schon einer. Wie es bei Daniel Düsentrieb schon heißt: Dem Ingenieur ist nichts zu schwör.
Im Geocaching-Podcast hab ich es schon öfter erwähnt: Ich hab mir ja vor ein paar Jahren den Luxus erlaubt, Geocaching zu studieren. Korrekt nennt sich das Studium Geoinformation, aber das kommt schon hin. Koordinaten mit GPS messen, in Programme und Datenbanken eingeben, Berechnungen damit anstellen und das ganze auf Karten darstellen. Letztlich hat das Geocaching dazu geführt, dass dieses alte Interesse bei mir wieder geweckt werden konnte. Mein Opa war Landesvermessungsdirektor und da fand ich die Messgeräte und die vielen Karten schon spannend. Der war auch als Dozent an der Ingenieurschule in Oldenburg, die später zur Fachhochschule Oldenburg-Ostfriesland wurde. Allerdings haben 40 Jahre in der Provinz gereicht. Für mich ist Berlin "the place to be". Und darum gabs den "Bachelor of Engineering" wie das heute heißt auch in der Hauptstadt. Vor einigen Tagen haben mir die Professoren zum abgeschlossenen Studium gratuliert. Meine Bachelor-Arbeit geht um ein Tourismus-Informationssystem als Web-GIS mit OpenStreetMap. Eine Lösung, die touristisch interessante Punkte (wie Geocaches) auf Detailseiten einer durchsuchbaren Website (wie Cachelistings) zur Verfügung stellt. Das können Kommunen gebrauchen, die bisher noch keine interaktiven Karten auf ihrer Website anbieten. An der Beuth-Hochschule würde ich das auch noch ein wenig aushalten und auch noch den Master in Geocaching machen. Daraus wird aber nichts, ich muss zwischendurch die Welt retten. Oder zumindest meinen bescheidenen Anteil dazu beitragen, indem ich für meinen neuen Arbeitgeber eine Geodateninfrastruktur zur Erhaltung des brasilianischen Regenwaldes konzipieren und aufbauen werde. Wednesday, July 27. 2011
Mein erstes GitHub-Projekt: ... Posted by Thomas Moenkemeier
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10:33Comments (0) Trackbacks (2)
Mein erstes GitHub-Projekt: Osmosis-Layers
GitHub baut auf dem Versionsverwaltungs-System Git auf und ist ein webbasierter Hosting-Dienst für Software-Entwicklungsprojekte. Das ganze läuft unter dem Motto: "Social coding".
Also die Ideen die auch hinter Twitter und Facebook (bei mir eher XING) stecken werden aufgegriffen und man kann dann OpenSource-Projekte starten. Seit ein paar Tagen hab ich auch so eins, einfach mal um das auszuprobieren und weil ich grad Bedarf an etwas habe, was andere vielleicht auch gebrauchen können. Und vor allem wo andere vielleicht interessante Ideen mit einbringen können. Ich bin zwar mittlerweile recht fit in PostGIS und OpenStreetMap, aber trotzdem gibts immer wieder etwas, was ich noch nicht kenne. Beispiel: Osmosis Layers schnell in QGIS geladen (CC-BY-SA: OpenStreetMap contributors) Die Geodaten liegen nämlich dann erst mal (einigermaßen) sauber normalisiert und redundanzfrei vor. Darstellen mit den üblichen Werkzeugen wie QGIS, UMN Mapserver oder GeoServer kann man das so aber noch nicht. Hier wird man Layer benötigen, also z.B. einen für die Wasserflächen, die man hinterher blau machen möchte oder Postleitzahlgebiete, um Vertrieblern die Arbeit zu erleichtern. Noch in meiner Bachelor-Arbeit hab ich festgestellt, dass mir dieser Schritt zu kompliziert ist und deshalb das beliebte osm2pgsql verwendet. Dort werden solche Layer auch erzeugt, denn die erzeugten Daten sind die Grundlage von Mapnik und damit den Karten wie man sie von der OpenStreetMap halt so kennt. Allerdings wirkt das Format von osm2pgsql auf mich ziemlich vermurkst: Jede Menge Null-Einträge, weil nie alle Spalten der Tabellen verwendet werden, spezielle Attribute müssen in einer Style-Datei auch vorher ausgewählt werden, Relationen werden mit negativer ID in die Daten gemischt und an einige Zusammenhänge kommt man nur sehr umständlich ran. Daher hab ich mir gedacht, es wäre ein Stapel SQL-Dateien hilfreich, die jeweils einen Layer erzeugen, den man direkt benutzen kann. Darin auch nur die Attribute, die man für die Darstellung braucht um das ganze nicht unnötig aufzublähen. Dazu kommt dann später von mal jeweils eine SLD-Datei, also so ein Stylesheet für Geodaten, damit man eine Vorgabe hat wie die Daten in verschiedenen Maßstäben dargestellt werden können. Wer Layer mit Geodaten für ArcGis von ESRI braucht, kann sich mit pgsql2shp natürlich auch Shapes von den PostGIS-Layern machen. Ich versuche auch die Feldnamen so kurz zu halten, dass sie auch mit aus historischen Gründen kurzen Feldnamen eindeutig sind. Wenn alles mal fertig ist müsste man mit wenigen Mausklicks im GeoServer einen Kartenserver (mit WMS, WFS ...) für OpenStreetMap-Karten zusammenstellen können. Bis dahin ist aber immer wieder mal etwas zu tun, es muss ja nicht morgen fertig sein. Und: Jeder ist eingeladen, mitzumachen. |
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