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Friday, September 4. 2009
YouTube-Filme auf Video-CD Posted by Thomas Moenkemeier
in Linux at
14:06Comments (0) Trackbacks (0)
YouTube-Filme auf Video-CD
Das Video-CD-Format ist schon ziemlich alt und von der Qualität her so wie ein guter alter VHS-Videorecorder. Aber diese Scheiben haben einen großen Vorteil: Sie laufen auf jedem DVD-Player, den man sich an die Glotze anschließen kann. Die besseren Formate wie DivX oder H264 können meist nur die 50-Euro-Dinger aus dem Kaufhaus.
Ich hatte grad mal Bedarf ein YouTube-Video für jemand ohne Internet (das gibts auch noch) auf eine CD zu brennen, so dass es ohne viel Knöpfchendrücken abspielbar ist. Da kam mir diese nicht mehr ganz zeitgemäße Video-CD gerade recht. Keine Menüs auswählen, einfach CD rein und spielt ab, so wie man das von Audio-CDs auch kennt. Als zertifizierter Linuxer natürlich Oldschool Commandline, und das geht erstaunlich einfach musste ich feststellen. Ich hatte mit umfangreichen Parameter-Orgien gerechnet, aber das ist nur bei der Formatkonvertierung erforderlich wenn man dem mencoder verwendet. Der hat dafür den Vorteil alles konvertieren zu können was der mplayer abspielt und das dürfte bei korrekter Installation so wirklich jedes Video sein, das man sich irgendwo runterladen kann. Das bedeutet auch, dass man mit dem Weg, den ich hier in diesem Artikel notiere damit ich bei Bedarf noch mal drauf zurückgreifen kann so ziemlich jedes Filmchen auf Video-CD brennen kann. Das hätte ich bei meiner alten Digitalkamera auch schon gebrauchen können, die nämlich relativ exotisches (die Mac-User mögen es mir nachsehen) Quicktime-Video erzeugte. Eine Alternative für die Konvertierung wäre noch der ffmpeg, der einfach eine Option target=vcd hat, aber bei einigen Video-Formaten auch gern mal zickt. Natürlich braucht man die bei YouTube übliche FLV-Datei auf der Platte, es kann auch die bessere MP4-Datei sein, dafür gibts schon diverse Tools um sich den Film von YouTube oder ähnlichen Video-Portalen herunterzuladen. Einige Portale bieten den Download sogar direkt an. Die eigentliche Umwandlung macht ein etwas unhandlicher Aufruf von mencoder, den ich mir aus der mplayer-Doku kopiert habe: mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg Damit (alles in eine Zeile natürlich!) wird eine Datei mit dem phantasielosen Namen videocd.mpg erzeugt. Wer kreativer ist oder mehrere Dateien konvertieren möchte sieht auch hier sofort was zu tun ist. Die Optionen stehen vorne um über die History der Shell schnell andere Dateien zu verarbeiten. Danach wird ein Image für die Video-CD gebacken: vcdimager videocd.mpg Man kann dem vcdimager auch mehrere Videodateien im passenden Format vorwerfen. Bei den aktuellen Preisen für leere CDs mach ich das aber nicht. Die Defaults passen und weitere Optionen sind nicht erforderlich. Das erstellte Image kann man dann mit cdrdao auf eine CD brennen: cdrdao write videocd.cue Auch hier sind in meinem Fall keine Optionen erforderlich, weil es einen symbolischen Link /dev/cdrecorder bei mir gibt, der korrekt auf /dev/sr0 zeigt. Das wars schon. Die Dateien lassen sich danach mit rm videocd* einfach alle wegräumen. Ich hab mir die Schritte in ein Skript flv2vcd.sh geschrieben das auch im Downloadbereich bereitliegt. Nun hab ich von der Qualität eines YouTube-Videos auf dem Pantoffelkino keine Wunder erwartet, aber die Qualität ist für mich als aus der Generation Videorecorder sogar noch akzeptabel. Wednesday, August 19. 2009Google wird sozial
Ganz zufällig stolpere ich heut über Google Friend Connect. Ein neuer Service von Google, der soziale Netzwerke wie z.B. XING oder Facebook vermischt mit Funktionen wie man sie von Twitter oder MySpace kennt anbietet.
Das ganze ist noch in der Entwicklung, aber es sieht mir so spannend aus, dass ich es gleich in meine Communities eingebaut habe. Es gibt zwar sogar für das von mir verwendete phpBB ein Plugin, dass man sich als Nutzer von Google Friend Connect nicht mehr registrieren muss und dann sofort im Forum kommentieren kann, aber das muss ich doch noch mal schwer überlegen ob ich das möchte. Was der neue Dienst kann zeigt ein Video aus der Tube auf plattdeutsch, aber mit hochdeutschen Untertiteln: Man kann also als Webmaster ein Stückchen Code auf seine Seite packen und die Benutzer können sich dann als Mitglied dieser Seite eintragen. Dazu muss man sich nicht extra irgendwo registrieren, sondern das meist vorhandene Konto bei Google, AOL oder Yahoo tuts genauso wie OpenID. Google verspricht eine bessere Bindung der Besucher der eigenen Webseite, indem sie sich ohne großen Aufwand als Mitglied eintragen können. Als Besucher kann man sehen, welche anderen Websites andere Mitglieder interessant finden, diese könnte ja dann auch die eigenen Interessen treffen. Natürlich fehlen auch die üblichen Funktionen wie Kommentare und Freundeslisten nicht. Insgesamt also nichts Neues - aber es ist einfach einzubauen und vor allem ist es von Google. Würde mich nicht wundern, wenn diese Lösung es schafft sich einen bedeutenden Platz auf dem Markt der Lösungen für soziale Netzwerke zu sichern. Monday, July 13. 2009MP3 aus YouTube Video
Für einen Remix im Hauptstadtstudio brauchte ich grad aus einem YouTube Video nur die Tonspur als MP3. Für sowas gibts natürlich tolle Windows-Programme, die das komfortabel erledigen und die bei den Kids auch sehr beliebt sind.
Sowas muss es doch aber auch schlank für die Kommandozeile geben? Gibts natürlich auch. Das Video-Tool der Wahl und auch ganz allgemein ist bei Linux wohl der MPlayer. Dazu gehört ein Zusatztool, der MEncoder, mit dem man Videos konvertieren kann. Der MEncoder kann aber auch nur eine MP3-Datei aus dem Video erstellen, das bei YouTube meist im FLV-Format vorliegt. Miro speichert aber auch eine Version als MP4 ab, wenn sie vorhanden ist. Beides kann MEncoder problemlos verarbeiten, wenn man sich die richtigen MPlayer Codecs installiert hat. Die Optionen für die Konvertierung muss man sich auf der Manpage zusammensuchen, ich verwende diese hier: mencoder Geoklapse.MP4 -ovc copy -of rawaudio -oac mp3lame -lameopts preset=standard -o Geoklapse.mp3 Das würde sicher auch mit weniger Optionen gehen, aber so kommt bei mir jedenfalls eine ordentliche MP3-Datei aus dem YouTube-Video heraus. Mit einer For-Schleife drumherum kann man so auch mal eben das ganze Download-Verzeichnis konvertieren. Anschließend kann man die MP3-Datei noch mit mp3gain auf einen normalen Pegel bringen, falls man mehrere auf einem portablen MP3-Player mitnehmen und nicht immer am Knopf für die Lautstärke drehen möchte. |
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