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ASUS EeePC - Mini-Notebook mit Linux

Linux Die CeBIT ist vorbei und ich war nicht da. Nun ist Hannover sogar für Studenten mit dem Semesterticket zu erreichen und eine Freikarte findet sich eigentlich auch immer, aber irgendwie passte das zeitlich nicht so recht. Ok, Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich. Also hats mich wohl nicht mehr so interessiert. Meist gibt im Fernsehen dann doch mehr zu sehen und "Dick und Doof" (wobei das nicht abwertend oder beleidigend gemeint sein soll, so hießen die bei uns vor 20 Jahren schon) machen auch ihren täglichen Podcast.
Auch ohne dagewesen zu sein war wohl einer der Renner dies Jahr das sogenannte Subnotebook, also so ein Notebook, bei dem man sperrige Dinge wie DVD-Laufwerk und Festplatte weggelassen hat. Was da rauskommt ist dann kein Notebook und auch kein PDA, sondern sowas dazwischen. Der politisch korrekte (weil mit Linux ausgelieferte) ASUS EeePC war ja schon Ende letzten Jahres ein Thema und bei Geil-ist-geil stand am Freitagnachmittag grad einer rum - 333 € bei einer Preisempfehlung von 299 € !
Das ist von daher schon erstaunlich, weil üblicherweise Hardware im Laden nie das kostet was der Hersteller sich dazu mal als Preis ausgedacht hat. Der Verkäufer grinst nur: Ja, der kostet soviel weil wir ihn da haben. Nun gut, für mich ist überzeugender dass er eine deutsche Tastatur hat, im Gegensatz zu einigen Geräten die man bei ebay so findet. Und die dann mit Versand auch nicht viel günstiger sind. Da isser nun:
eeepc
Im Lieferumfang ist ein schwarzes Täschchen dabei, das sich anfühlt und riecht wie ein neuer Taucheranzug. Neben weiß gibts auch noch schwarze und verschieden bunte Gehäuse. Meiner ist weiß (oder so ein perlmutt) und erinnert etwas an das MacBook von meinem Kumpel TeBeO, nur ist es eben nur halb so groß. Ich hab mal zum Vergleich ein Buch daneben gelegt das der geneigte Leser auch bei sich im Schrank haben könnte, auch vom Gewicht ist der EeePC vergleichbar.
EeePC
Nun lese ich ja meist erstmal keine Dokus, wenns nicht not tut. Bei diesem Gerät tut es nicht not. Aus der Packung nehmen, zusammenstecken, aufladen mit einem Steckerlader, mehr ist im Karton eh nicht drin (von einer CD und einfach gehaltener Papierdoku abgesehen). Einschalten mit dem etwas billig wirkenden Taster und es bootet Linux. Root-Passwort eingeben, Benutzername wählen (ohne Umlaute übrigens) und los geht.
Xandros EeePC
Zwar läuft der EeePC mit Linux, aber davon sieht man hier genausowenig wie bei anderen Geräten wie Routern oder einer dbox2. ASUS hat eine bunte Oberfläche im Handy-Design mit großen Bildchen gemacht, über die sich Programm wie OpenOffice oder Firefox starten lassen. Mein WLAN wird sofort gefunden und WPA klappt auch. Sogar Updates lassen sich komfortabel online machen.

Auf der linken Seite gibts einmal USB und Ethernet sowie eine mit einem Gummipropfen zugestopftes Modem. Ein Headset ist auch hier anschließbar und vor allem für das installierte Skype gedacht. Dekadenterweise könnte man damit auch MP3 auf Ohrstöpsel schicken. Übrigens spielt so ein Linux-basiertes Teil natürlich alles an Video-Formaten ab was bei mir so rumliegt ohne groß zu zicken.

Rechts sind dann noch mal zwei USB-Ports und Platz für eine SD-Speicherkarte. Dazu noch ein VGA-Port, damit man auch mal etwas präsentieren kann. In diesem Fall wird auch eine andere Auflösung verwendet als die für das relativ mickrige (aber stromparende) Display vorgesehene. Wo wir grad dabei sind: Die Lautsprecher neben dem Display klingen gar nicht schlecht, da hab ich in Notebook schon schlimmeres gehört. Und die eingebaute Webcam ist mindestens genausogut wie einfache Modelle für den PC vom Grabbeltisch (leider unterstützt der Messenger Pidgin keine).

Fazit: Der EeePC ist ein flottes Teil mit Linux, mit dem aber jeder sofort klarkommt. Er ist so klein, dass ich nicht überlegen muss ob ich ihn in die Tasche stecke, der kann immer mit. Dank richtiger Tastatur kann man auch Mails schreiben (oder bloggen), längere Texte aber wohl eher nicht. Wem ein PDA immer zu umständlich war und ein MacBook noch zu klobig und teuer, wird mit dem EeePC seine Freude haben. Wer darüber hinaus noch überzeugter Linuxer ist, braucht dann gar nicht mehr zu überlegen.
Die Tastenkombination für die Shell ist in diesem Fall übrigens Strg-Alt-T, mit su wird man root und ein Midnight Commander ist schon drauf. Jetzt muss ich mal gucken wie man auf dem Gerät vielleicht auch noch andere Programme installieren kann, das scheint der Hersteller irgendwie nicht vorgesehen zu haben. Zwar ist ein apt-get installiert, die einzigen Repositories liegen aber bei ASUS.

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Comments

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Hans on :

Schönen Dank für den ausführlichen Bericht!
Letztlich scheint es ein Gerät zu sein, dass man "wie es ist" einsetzt, ohne groß was daran zu verändern, für Mama, Papa, Oma, Opa und Onkel.
Deshalb drei Fragen noch:

1) Welche Version hat das OpenOffice, und lässt sich das ggf. auch von oben genannter Nutzergruppe updaten, also ohne Verrenkungen?
2) Kann man einen üblichen Windows-Drucker über USB anschließen, gibt es da universelle Treiber für HP, Epson, Canon und wie sie alle heißen, oder braucht man für Ausdrucke dann noch einen Standard-PC?
3) Wie stellt sich eine gängige, überlebensnotwendige Website wie http://www.geoclub.de/ auf dem kleinen Display dar? Kann man Beiträge noch problemlos lesen und schreiben, oder kommt man vor lauter Hin- und Hergescrolle kaum noch an den Inhalt?

Ich glaube, dass es letztlich davon abhängt, ob dieses Nice-to-have-Gerät wirklichen Nutzen bringt oder nur in der Ecke verstaubt.

Besten Dank,

Hans

Thomas Moenkemeier on :

1. Ich hab die Version nicht genau im Kopf, sag mir aber aktuell aus. Da ist auch so ein völlig idiotensicheres Update-System dabei, damit kann man die Pakete aktualisieren, ich nehm mal an, das ruft auch nur "apt-get upgrade" auf.

2. Ich habe hier nur einen Netzwerkdrucker HP3055 am Ethernet. Da ich ja WLAN verwende konnte ich sofort drucken. Treiber für alle möglichen Drucker waren in der Form dabei wie man sie auch von der Suse kennt. Von daher vermute ich Unterstützung genau wie dort auch.

3. Geoclub hat 1000 Pixel feste Breite - das führt zu scrollerei nach rechts und ist recht lästig! Bei Seiten die sowas nicht machen gibts aber keine Probleme, rauf/runter wie Mausrad kann man mit dem Touchpad ohnehin sehr komfortabel.

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