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Wednesday, January 18. 2012
FTP-Server für GeoNetwork Posted by Thomas Moenkemeier
in Linux at
15:42Comments (0) Trackbacks (0)
FTP-Server für GeoNetwork
GeoNetwork ist ein Server für Metadaten von Geodaten. Also Daten die beschreiben was in Geodaten drin ist, wo die Informationen her kommen, was man damit machen darf und vielleicht auch noch wie gut sie sind.
Vor allem natürlich, auf welches Gebiet sie sich beziehen, denn man will ja später mit dem GeoNetwork räumlich suchen können. Also ein Gebiet auf der Karte auswählen und nicht nur nach einen Stichwort suchen müssen. Um die Daten anzubieten bringt GeoNetwork den GeoServer mit, der zu ziemlich alle gängigen Formate an Geodaten von Shape bis GeoTIFF verwerten und einheitlich als WMS und WFS in allen Karten-Projektionen ausliefern kann, damit man sich die Daten komfortabel in das GIS-Programm eigener Wahl als Layer ziehen kann. Für die eingetragenen Benutzer des GeoNetwork-Knoten ist es aber auch praktisch, die Geodaten selbst auf den Server hochladen zu können. Dafür bietet sich FTP an, ein Protokoll fast so alt wie das Internet selbst und älter als die meisten seiner Benutzer. Ich stand vor der Aufgabenstellung, nun dem GeoNetwork noch einen FTP-Server zur Seite zu stellen. So ein FTP-Server ist schnell installiert, die Benutzer des GeoNetwork sollten sich auch dort mit dem selben Namen und Passwort einloggen können. Glücklicherweise ist der proftpd so flexibel, dass er sich auch gegenüber einem SQL-Server authentifizieren kann. Dazu werden Benutzer und Gruppen in zwei Tabellen gehalten. Die Gruppen hab ich mir erspart und die Tabelle nur entsprechend dem Howto angelegt und leer gelassen: CREATE TABLE ftpgroups ( Für die Benutzer war der erste Plan, die Tabelle anzulegen und einen Trigger zu definieren, der bei Insert/Update auch die Tabelle ftpusers aktualisiert. Mit einer Abfrage gehts aber noch einfacher und vor allem klappt das auch bei einfachen Datenbank-Systemen: CREATE OR REPLACE VIEW ftpusers AS Wie man leicht erkennen kann wird das SHA1-verschlüsselte Passwort aus der Benutzertabelle des Geonetwork in die Tabelle der FTP-Benutzer gespiegelt, die Benutzer-ID ist der Primärschlüssel plus 10000 (möglicherweise will man hier auch NULL angeben um die Vorgabe der Konfiguration verwenden zu lassen). Eine passende Konfigurationsdatei für den proftpd lädt nun nur noch die notwendigen Module und weist den FTP-Server an nur noch den Daten aus den Tabellen zu glauben. Die Defaults für UID und GID sind meiner Installation openSUSE 12.1 entnommen und müssen bei Bedarf angepasst werden. ServerName "CarBioCial FTP Server" Danach noch den FTP-Server neu starten und die Benutzer können sich mit ihrem universellen GDI-Passwort einloggen und dies auch im GeoNetwork selbst ändern. Diese wäre mit LDAP nicht möglich gewesen, denn GeoNetwork kann sich nicht an den LDAP-Server binden, sondern nur die Anmeldung darüber durchführen lassen. Noch ein letzter Tipp: Was hier gebaut wurde geht auch mit so ziemlich jeder Web-Anwendung, die Benutzer in einer SQL-Datenbank speichert. Man kann also genau so einfach ein Forum oder ein Blog mit einem FTP-Server erweitern. Monday, November 14. 2011
Navigation im Tierpark Berlin mit ... Posted by Thomas Moenkemeier
in Geocaching at
18:35Comments (0) Trackbacks (0)
Navigation im Tierpark Berlin mit OpenStreetMap und GPS
Für diesen Artikel, in dem ich mal ganz allgemein erklären möchte, wie man mit QGIS recht einfach Geodaten aus der OpenStreetMap auf Garmin GPS-Empfänger bekommt hätte ich auch "Quantum-GIS für Anfänger" als Überschrift nehmen können. Aber das klingt mir dann doch für die Zielgruppe zu technisch und damit abschreckend
QGIS ist freie Software und kann für Windows, Linux und Mac kostenlos heruntergeladen werden. Zumindest für Windows ist die Installation so einfach wie man das von üblichen Windows-Programmen so kennt. Ein praktisches Beispiel soll das Ganze praktisch nützlich verpacken. Die Vorgehensweise ist auch auf andere Aufgaben übertragbar, bei denen Punkte für ein Gebiet aus der OpenStreetMap gewonnen werden sollen. Kürzlich war ich mit einer Freundin und Kindern im Tierpark Berlin. Um Verwechslungen zu vermeiden, in Berlin gibts ja aus historischen Gründen alles zweimal: Nicht den Zoologischen Garten, sondern den im Ostteil der Hauptstadt. Man kann sich natürlich dort mit Wegweisern orientieren, allerdings müsste das mit dem GPS (in meinem Fall ein Garmin Oregano) eleganter gehen. Die notwendigen Daten scheinen in der OpenStreetMap schon enthalten zu sein, da waren einige Mapper offensichtlich fleißig. Damit gilt es "nur noch" die Daten abzuholen und zu konvertieren. Zunächst wählt man auf der OSM-Webseite das Zielgebiet aus und macht dann einen Export. Die Datei heißt map.osm und kann auch unter diesem Namen in einem neuen Verzeichnis gespeichert und dann mit QGIS und dem OpenStreetMap-Plugin geladen werden. QGIS erzeugt dann drei Layer: Punkt, Linie und Polygon. Die Linien brauchen wir nicht und werfen sie gleich wieder raus. Die verbleibenden Layer werden in ESRI-ArcGis-Shapes gespeichert, damit wir damit arbeiten können. Der Polygon-Layer braucht etwas Nachbearbeitung, denn als Polygon erfassten Gehege lassen sich so direkt nicht als Wegpunkt aufs Garmin spielen. Daher werden mit dem Geometrie-Werkzeug aus dem Vektor-Menü die Polygonschwerpunkte bestimmt und in einem neuen Layer gespeichert. Die beiden Punktlayer können dann geladen und zusammengeführt werden. Nicht nur wer kleine Kinder kennt weiß wie wichtig es ist zu wissen wo die Toiletten sind. Die haben aber keinen Namen (wozu auch). In der Attributtabelle kann man den nun automatisiert nachtragen. Mit der Suche wird nach "toilet" in Feld "tags" gesucht, dadurch werden die passenden Datensätze markiert und dann mit dem Feldrechner der Name ergänzt. Danach können alle Felder ohne Namen gelöscht werden. Dazu nach dem Namen sortieren, die ersten Datensätze markieren und im Bearbeitungsmodus den roten Löschknopf drücken. Nun müssen noch mit dem Plugin Table-Manager die Feldnamen der Tabelle korrigiert und überflüssige Felder gelöscht werden, dann ist die GPX-Datei fertig zum Abspeichern. Die fertige GPX-Datei kann entweder auf die Speicherkarte des Garmin in das GPX-Verzeichnis kopiert werden, wo auch die Pocket-Queries vom Geocaching sind oder mit dem Garmin POI-Loader als POI hochgeladen werden. Thursday, September 1. 2011Nix zu schwör
Gestern wusste ich noch nicht wie man das schreibt, heute bin ich schon einer. Wie es bei Daniel Düsentrieb schon heißt: Dem Ingenieur ist nichts zu schwör.
Im Geocaching-Podcast hab ich es schon öfter erwähnt: Ich hab mir ja vor ein paar Jahren den Luxus erlaubt, Geocaching zu studieren. Korrekt nennt sich das Studium Geoinformation, aber das kommt schon hin. Koordinaten mit GPS messen, in Programme und Datenbanken eingeben, Berechnungen damit anstellen und das ganze auf Karten darstellen. Letztlich hat das Geocaching dazu geführt, dass dieses alte Interesse bei mir wieder geweckt werden konnte. Mein Opa war Landesvermessungsdirektor und da fand ich die Messgeräte und die vielen Karten schon spannend. Der war auch als Dozent an der Ingenieurschule in Oldenburg, die später zur Fachhochschule Oldenburg-Ostfriesland wurde. Allerdings haben 40 Jahre in der Provinz gereicht. Für mich ist Berlin "the place to be". Und darum gabs den "Bachelor of Engineering" wie das heute heißt auch in der Hauptstadt. Vor einigen Tagen haben mir die Professoren zum abgeschlossenen Studium gratuliert. Meine Bachelor-Arbeit geht um ein Tourismus-Informationssystem als Web-GIS mit OpenStreetMap. Eine Lösung, die touristisch interessante Punkte (wie Geocaches) auf Detailseiten einer durchsuchbaren Website (wie Cachelistings) zur Verfügung stellt. Das können Kommunen gebrauchen, die bisher noch keine interaktiven Karten auf ihrer Website anbieten. An der Beuth-Hochschule würde ich das auch noch ein wenig aushalten und auch noch den Master in Geocaching machen. Daraus wird aber nichts, ich muss zwischendurch die Welt retten. Oder zumindest meinen bescheidenen Anteil dazu beitragen, indem ich für meinen neuen Arbeitgeber eine Geodateninfrastruktur zur Erhaltung des brasilianischen Regenwaldes konzipieren und aufbauen werde. |
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